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Inh. Rainer Strotmann

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31. Juli 2022 ist "Tag der Seenotretter"

Am 31. Juli 2022 findet auf fast allen Stationen wieder der Tag der Seenotretter statt (sofern es die Coronasituation dann zu lässt).

An diesem Tag können Sie sich einen Überblick über die Arbeit der DGzRS verschaffen, die Rettungseinheiten vor Ort besichtigen und einen Klönschnack mit den Besatzungen halten.

Die Alarmbereitschaft wird hiervon nicht berührt. Selbstverständlich sind auch an diesem Tag alle Rettungseinheiten sofort Einsatzbereit und können umgehend zu einem Einsatz auslaufen. 

Nähere Infos siehe: https://www.seenotretter.de/tag-der-seenotretter.html

 

 

...die See schien sanft und ruhig zu sein, doch ich erkannte ihr wahres Gesicht...

(Joseph Conrad, 1857 - 1924)

 

 

Ein großes Anliegen der Sportbootschule Roter Sand ist es, die Arbeit der DGzRS zu unterstützen und zu fördern. Und dies nicht erst seit ihrer Gründung. So unterstützt ihr Inhaber privat bereits seit rund 30 Jahren die Arbeit der Seenotretter, sei es als Förderer, Betreuer von Sammelschiffchen oder als ehrenamtliches Besatzungsmitglied. Daher erklärt es sich von selbst, dass die Sportbootschule Roter Sand auf ihrer Website einen kleinen Überblick über die Arbeit der DGzRS geben möchte. Insbesondere wollen wir Ihnen am Ende dieses Berichtes auch eine kleine Übersicht über die vielfältigen Spendenmöglichkeiten geben und Ihnen diese ans Herz legen.

 

Der einleitende Satz des Schriftstellers Joseph Conrad ist prägend für die Rettung von Menschenleben auf See, denn es sind nicht immer schlechtes Wetter oder Sturm, die Schiffe und Besatzungen in Bedrängnis bringen. Oftmals entsteht Seenot auch bei schönem Wetter und ruhiger See. Hiefür gibt es viele Gründe: Beispielsweise Wassereinbruch im Fahrzeug; Grundberührungen oder Zusammenstöße mit Treibgut in Verbindung mit Beschädigungen des Bootskörpers, der Schraube oder des Ruders; Brand an Bord; Ausfall der Maschinen- oder Ruderanlage; Ausfall der Elektrik; plötzlich aufziehender Seenebel aber leider auch immer wieder schlechte Seemanschaft und Navigationsfehler, um hier nur einige Gründe beim Namen zu nennen.

 

Winsch-Übung mit einem Sea King Hubschrauber der Bundesmarine im Borkumer Hafen.

 

Und dann schlägt die Stunde der "Retter ohne Ruhm", wie Hans-Georg Prager einst die Besatzungen der Rettungseinheiten in seinem Buch über das Seenotrettungswesen bezeichnete. Heute versehen cirka 180 fest angestellte und rund 800 ehrenamtliche Besatzungsmitglieder ihren Dienst auf den 59 Rettungsstationen zwischen Borkum im Westen und Ueckermünde im Osten des Landes, um sofort zur Hilfe zu eilen, wenn ihre Hilfe und ihr Beistand benötigt wird. Die Besatzungen auf den einzelnen Rettungseinheiten bilden trotz des Einsatzes modernster Technik bis in die heutige Zeit hinein das Rückrat der Gesellschaft - ebenso wie die Mitarbeiter der Seenotleitung in Bremen (Maritime Rescue Co-ordination Centre, kurz MRCC Bremen), denn ohne ihre Erfahrung und ihren siebten Sinn wäre ein leistungsfähriger Seenotrettungsdienst nicht denkbar.

 

Es sind aber nicht nur Schiffe und deren Besatzungen, die in (See)not geraten. Gerade in den Ferienmonaten müssen die Retter an der Nordseeküste auch immer wieder Wattwanderern zur Hilfe eilen, die vom schnell steigenden Wasser überrascht werden und für die es in den Fluten der Nordsee ansonsten kein entrinnen mehr geben würde. Auch Krankentransporte von den Inseln und Halligen sowie von Seeschiffen und Fähren zum Festland gehören zum Alltagsgeschäft der Seenotretter.

 

Seenotkreuzer "Alfried Krupp" (27,5 Meter-Klasse)

"Klar P3" (= Einsatzbereit) an seinem Liegeplatz im Schutzhafen der Insel Borkum

 

Auch bei den widrigsten Witterungsbedingungen, wo andere Schiffe bereits längst in den sicheren Hafen zurückgekehrt sind, fahren die Einheiten der DGzRS raus, um Menschenleben auf See zu retten. "Wir können das, wir machen das", so ein markanter Spruch der Seenotretter. Und das überaus erfolgreich! Seit ihrer Gründung im Jahre 1865 haben die Frauen und Männer der "Gesellschaft", wie die DGzRS im Volksmund an der Küste genannt wird, 81 684 Menschen (Stand Jahresende 2014) vor dem nassen Tod auf See bewahrt.

 

Die Einsatzbilanz 2018:

 

38 Menschen aus Seenot gerettet

318 Menschen aus drohender Gefahr befreit

369 Mal erkrankte oder verletzte Menschen von Seeschiffen sowie den Inseln und Halligen zum Festland transportiert

56 Schiffe und Boote vor dem Totalverlust bewahrt

1.012 Hilfeleistungen für Wasserfahrzeuge aller Art erbracht

613 Einsatzanläufe und Sicherungsfahrten absolviert

2.156 Einsätze in Nord- und Ostsee

2.741 Kontrollfahrten im Revier auf Nord- und Ostsee

 

Darüber hinaus war die Seenotleitung Bremen (MRCC) in 237 Seenotfällen international im Interesse der deutschen Schifffahrt unterstützend oder initiativ tätig. Einschließlich aller Such-, Rettungs- und Kontrollfahrten haben alleine die 20 Seenotkreuzer der Gesellschaft im vergangenen Jahr 68.602 Seemeilen in Nord- und Ostsee zurückgelegt. Hinzu kommen noch die Seemeilen der 39 Seenotrettungsboote.

 

Eine Einsatzbilanz, die sich sehen lassen kann. Und all dies ohne staatliche Unterstützung. Die DGzRS finanziert sich seit ihrer Gründung ausschließlich aus Spendengeldern! Gerade diese Art der Finanzierung macht diesen leistungsstarken Rettungsdienst auf See in seiner heutigen Form überhaupt erst möglich, denn nur durch diese Finanzierungsform können schnell und unbürokratisch Gelder in den sinnvollen Ausbau und die Modernisierung der Rettungsflotte investiert werden.

 

Auch Sie können mit einer kleinen oder größeren Spende die Arbeit der Besatzungen an Bord unterstützen, damit die staatliche Unabhängigkeit der DGzRS auch in Zukunft gewahrt bleibt. Denn es kommen in den nächsten Jahren noch große Herausforderungen auf die DGzRS zu (Neubauten als Ersatz für die Einheiten der 27,5 Meter-Klasse, die mittlerweile fast alle 25 Dienstjahre und mehr auf dem Buckel haben, der Klimawandel und das erhöhte Verkehrsaufkommen in den deutschen Küstengewässern von Nord- und Ostsee usw.).

 

Unterstützen können Sie die Arbeit der Seenotretter auf vielfältige Weise, beispielsweise durch eine einmalige Spende, eine regelmäßige Fördermitgliedschaft, durch Kondolenzspenden und vielem mehr. Weitere Auskünfte hierzu erhalten Sie auf der Website der DGzRS unter www.seenotretter.de/spenden.

 

Am letzten Sonntag im Juli eines jeden Jahres haben Sie die Möglichkeit, sich ein Bild von der Arbeit der Seenotretter zu machen. Am so genannten "Tag der Seenotretter" haben Sie auf fast allen Stationen die Gelegenheit, die Rettungseinheiten vor Ort zu besichtigen und mit den Besatzungsmitgliedern einen Klönschnack zu halten. Hierbei können Sie viel über die Leistungsfähigkeit eines der modernsten Seenotrettungsdienste der Welt in Erfahrung bringen. Der nächste Termin wäre der 28. Juli 2024. Eine Gelegenheit, die Sie nicht verpassen sollten!

 

Logo: DGzRS

Foto SK Alfried Krupp: R. Strotmann

Foto Werbung (SK Hannes Glogner): DGzRS, YPS Peter Neumann